Bevor im Herbst 2004 der Nationalrat erneut zusammentreten sollte, um die Cannabis-Liberalisierung zu erörtern, war von der Sendung Kassensturz des Schweizer Fernsehens eine Testreihe an verschiedenen, auf der Gasse in Zürich gekauften Cannabisprodukten durchgeführt worden. Alle Tests ergaben Messwerte von 6% (bei Vogelfiutter) und bis zu haarsträubenden 35% THC Gehalt.
Alle diese Tests waren von einem gewissen Dr. Werner Bernhard vom Gerichtsmedizinischen Institut (IRM) in Bern durchgeführt worden!
Erschrocken und verunsichert von solchen Resultaten, beschloss der Nationalrat feige, nicht auf die Vorlage einzutreten.
Jeder Versuch von Seiten der Cannabis-Befürworter, diese Tests durch ein neutrales Labor verifizieren zu lassen, wurden vom Kassensturz abgeblockt.
Damit begann die erneute Verteufelung der Hanfpflanze in der Schweiz. Nach mehreren Jahren der Vernunft und Objektivität kamen nun wieder die Hardliner zum Zuge mit Märchen wie dass die neuen Sorten von Cannabis 100 mal mehr süchtig machen würden als Heroin (Worte eines ((OH heilige Einfalt)) EVP-Nationalrats).
Die Testresultate von über 50 Hanfsorten eines bekannten Freiburger Hanfbauern hatten sich urplötzlich verzehnfacht. Selbst THC-freie Produkte, beschlagnahmt 2001 im Growland, zeigten plötzlich THC an.
Die Holländer lachten insgeheim über die Schweiz, weil sie aus Erfahrung wissen, dass Genusshanf mit mehr als 12% THC wegen dem Hustenreiz nicht mehr rauchbar ist.
Das stärkste, je in Holland getestete Produkt wies 17% auf, und war spezifisch für die medizinische Anwendung gezüchtet worden, als Infusion, nicht zum Rauchen! Und da sollten wir Schweizer nach nur wenigen Jahren der Zuchterfahrung plötzlich das Doppelte erzielen?
Und im EU Bericht zur Cannabispotenz vom Dezember 2005 steht deutlich geschrieben:
„Die Angaben aus der Schweiz von 21% und 24% sind praktisch wertlos!“ Also, wie kam es dazu, dass unsere Sorten plötzlich soviel mehr THC enthalten sollten als noch vor 10 Jahren? Ganz einfach, die Resultate sind getürkt!
Wie Zehntausende von Cannabiskonsumenten die vor 10 Jahren schon mal „Indoor“ geraucht haben, bestätigen können, ist das „Indoor“ heute nicht stärker als damals!
NICHT DER THC-GEHALT HAT SICH GEÄNDERT, SONDERN DIE TESTMETHODEN!!!!
Wurde früher mit der GLC-Methode (Gaschromatographie am vorhandenen Objekt) der effektive THC-Gehalt eruiert, benützte Bernhard neuerdings (seit ca. 6 Jahren!) die HPLC-Methode (Hochdruckflüssigchromatographie), wobei das Testprodukt 2.5 Stunden lang bei 100° gekocht wird, um auch die längst umgewandelten oder noch gar nicht entstandenen THC-Säuren in Delta9 THC zu verwandeln. Dies um einen wesentlich höheren Wert zu erlangen, als tatsächlich im Moment der Baschlagnahme wirklich enthalten. (Sprüche wie: „Die höchste im Produkt enthaltene Menge an THC„ oder „Gesamt-THC messen“ untermauern diese Taktik und haben es geschafft, selbst vor dem Bundesgericht zu bestehen, das in seinem Urteil vom März 2000 ganz eindeutig nur den GEHALT von mehr als 3% THC bei seinem blauäugigen Entscheid gemeint hat, der bis zu 3000 Arbeitsplätze gekostet hat, und nichts anderes!)
Diese veränderten Testmethoden sind dasselbe, als würde aus Bier oder Wein Branntwein gebrannt, statt die effektiv vorhandenen Alkoholprozente im vorliegenden Produkt zu messen. Das Produkt wird verwandelt, die Resultate somit verfälscht.
Aufgrund dieses wissenschaftlichen Judo-Tricks wird die ganze Schweiz vor allem seit zwei Jahren an der Nase herumgeführt. Der Nationalrat wurde damit ausgetrickst, um nicht auf die Cannabisvorlage einzugehen.Viele Cannabisbefürworter sind ins Gegnerlager übergekippt und Hunderte von an sich unschuldige Bauern, Verkäufern und Konsumenten wurden unrechtmässig bestraft! Und sowas in einem RECHTSSTAAT! Da muss man sich schon fragen, ob solcherlei Aktivitäten nicht eher „link“ sind.
Nun, was ist zu tun, wenn der Gegner Dich mit einem Judotrick fällt?
Zuerst heisst es abrollen, mit diesem Schwung gleich wieder auf die Beine kommen und die Angriffsenergie des Gegners gegen ihn wenden. Genau dies ist passiert.
Dr. Bernhard, der all diese Tests verbrochen hat, der sich anscheinend sehr wohl fühlt bei ziemlich obskuren Organisationen wie z.B. „Jugend ohne Drogen“ etc. wurde von seinen Mitarbeitern aufgrund seiner hanebüchenen Testresultate und seiner Unwissenschaftlichkeit vom Sockel gestürzt. Er ist nicht mehr Chef des IRM!
Dies lässt uns hoffen, dass wir in Zukunft wieder objektivere Testresultate bekommen werden. Dies wird auf alle Fälle manch einem Cannabisaktiven die Haut retten, und, wenn richtig propagiert, auch der Hanf-Initiative trotz Bundesrats(schand)entscheid dagegen, neuen Auftrieb verschaffen.
So schliesse ich denn dieses Kapitel mit den Worten des grossen Vorsitzenden „Mao Tse Bong“: THC IST EIN PAPIERTIGER!
P.S. Und wenn eines Tages tatsächlich ein Kraut auf den Markt kommt, dass mit noch höherem THC immer noch rauchbar ist, dann frage ich: Na und? Dann müssen wir nämlich weniger rauchen um das geliebte High zu erreichen, und weniger „rauchen“ heisst auch gesünder bleiben!
Hatibaba
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